Gemeindeabend: „Der Altarraum in seiner Grundsymbolik“: Mi, 22. 11. 2017 in St. Florian

 

Ein interessanter Gemeindeabend fand vergangenen Mittwoch in der St.-Florian-Kirche statt: Grundsymboliken des Altarraumes wurden gemeinsam durchgedacht und tiefer Zugänge erarbeitet.

 

Der Hintergrund: Seit über einem Jahr wurde der zusätzliche Altar in der Mitte des versammelten Volkes zum „Dauer-Provisorium“: Immer mehr hat sich gezeigt, dass dieser Ort für unsere heutige Feier-Situation der ideale ist um zu erleben, dass „ER in unserer Mitte“ ist.

 

Vor einigen Monaten entstand die Idee, an genau diesem Ort einen anderen Altar anzudenken („… der besser in unsere Kirche passt“). Diese Ansätze waren der Anlass, diese Frage grundsätzlicher anzugehen und einmal einen ganzen Gemeinde-Abend den Grundfragen von Altarraum und seinen Symboliken zu widmen.

 

Nach dem gewohntermaßen „starken Abendgottesdienst“ (Eucharistische Anbetung – Eucharistie – Ausklang in der Bluebox) kamen etwa 25 Glieder unserer Pfarrgemeinde in unserer Kirche usammen. Nach einem sensiblen Einfinden im Raum („jede/r dort, wo er sich am wohlsten fühlt“) stellte Manuela Priester vom Liturgie-Referat unserer Diözese die großen Bilder des „Weihegebetes“ für Kirchen-Altäre vor, denen wir in Gruppengesprächen nachgingen: Wo finden wir uns am intensivsten wieder. Nach einem intensiven gemeinsamen Durchstudieren des Weihgebetes (sowie des Segensgebetes für den Ambo) waren alle eingeladen, die Grundlinie des Weihegebetes – „Dieser Altar sei…“ – in persönlichen Worten zu beantworten (siehe unten), woraus sich ein dichtes Schluss-Gebet ergab.

 

Mit einer kurzen Spontanrunde, welche Schritte für unsere Pfarrgemeinde die sinnvoll nächsten sein sollten, ging der Abend zu Ende. Im Gemeinde-Leitungs-Team und Arbeitskreis Liturgie werden wir nun die nächsten Schritte überlegen…



Das von allen gemeinsam zusammen gestellte Schlussgebet:

Dieser Altar sei…

• ein Ort deiner Liebe für uns und unsere Liebe für dich

• der Mittelpunkt unserer Feiergemeinde

• die Quelle der Pfarre

• Zentrum für uns in Christus

• Der Ort für ein gemeinsames Festmahl der Gemeinde mit Christus

• Mittelpunkt der Feier unserer Beziehung mit Gott: Danke, Bitte, Lobpreis. Ort des vertrauten Umgangs mit Jesus, wo ich alles hinlegen darf, was mich berührt und berührte in der vergangenen Woche/in den vergangenen Tagen

• die Mitte unseres Lobens, Dankes und Handelns

• bleibendes Zeichen der Gegenwart Christi, Ort der Feier unseres von Christus getragenen Lebens und Festtisch jenes Festes, das hier beginnt und hineinreicht ins ewige Fest des Lebens

• die Mitte unseres Feierns, unserer Gemeinschaft, unserer Kirche

• Ort der Wandlung, die unser Leben neu ausrichtet und heilt

• Mittelpunkt der Gemeinde, auf dem die Gegenwart Christi in der gemeinsamen Feier erlebbar wird

• das Zentrum unseres Miteinander seins

• demütige Stütze des Wort Gottes, von Leib und Blut seines menschgewordenen Sohnes und damit Sinnbild von Gottes gegenwärtigem Geist

• eine Gedenkstätte (an Jesus Christus) und ein besonderer Ort, um gemeinsam zu feiern

• die Mitte in unserem Leben, die unseren Herzen Ruhe schenkt

• unsere Mitte

• der Mittelpunkt der feiernden Gemeinde

• ein Ort der Gemeinschaft

Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit Armen!


 

 

 

Fotos: Stefan Wallisch